Google Webmaster-Tools (Teil 2): Entfernen von Inhalten aus dem Google-Index

27.04.2011, veröffentlicht von Michael Harms, in Suchmaschinen-Marketing & Suchmaschinen-Optimierung / Webkommunikation

Es gibt Bereiche einer Webseite, die man zeitweise oder grundsätzlich aus Googles Suchergebnissen entfernen möchte. Dies ist zum Beispiel für private oder gar datenschutzrechtlich relevante Informationen und noch nicht fertig gestellte Seiten der Fall. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Google mitzuteilen diese Bereiche nicht in den Suchergebnissen anzuzeigen.

Die robots.txt-Datei wird im Root-Verzeichnis der Webseite abgelegt und teilt den Googlebots und den Robots anderer Suchmaschinen mit, welche Bereiche nicht gecrawlt werden dürfen (mehr hierzu von Google und Wikipedia). Mithilfe der Webmaster-Tools lässt sich die robots.txt-Datei unkompliziert erstellen. Zudem besteht die Möglichkeit zu testen, ob sie richtig funktioniert. Hierzu können URLs eingegeben werden und auf ihre Erreichbarkeit überprüft werden.

Besteht kein Zugriff auf das Root-Verzeichnis des Webservers, so lässt sich auch direkt in der HTML-Datei mithilfe des „noindex“- Meta Tags festlegen welche Seiten nicht indexiert werden sollen (mehr hierzu von Google und robotstxt.org). Google wird die ausgeschlossenen Bereiche der Webseite nicht mehr in den Suchergebnissen anzeigen. Es besteht aber die Gefahr, dass sie durch Links von anderen Webseiten trotzdem im Index auftauchen. Zudem liefern andere Suchmaschinen wie Yahoo! und Bing bei diesem Vorgehen trotzdem die Links (ohne Snippet) in ihren Suchergebnissen.

Die Möglichkeit eine Seite zu erstellen, aber nirgendwo zu verlinken, ist der unzuverlässigste Weg diese vor Google zu verstecken. Auch der Weg über die robots.txt und die Meta Tags bietet durch einige Ausnahmefälle keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Indexierung durch Google.

Der zuverlässigste Weg, Google den Zugriff auf Seiten zu verwehren, ist diese mit einem Passwort zu schützen. Außerdem bieten die Google Webmaster-Tools das sogenannte „URL Removal Tool“. Mithilfe dieses Tools lassen sich auch Bereiche, die Google bereits gecrawlt hat, nachträglich aus dem Index entfernen.

Einen Überblick über die verschiedenen Alternativen, um Teile einer Webseite vor dem Zugriff durch Suchmaschinen-Robots zu schützen, gibt Matt Cutts in einem englischsprachigen Video.

 

Lesen Sie mehr zu den Google Webmaster-Tools in unserem Blog:

Google Webmaster-Tools (Teil 1): Was ist das und wozu brauche ich diese Tools?

Google Webmaster Tools (Teil 3): Google und Sitelinks

 

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Autoren
 Michael Harms | Beratung & Konzeption

Der studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler verantwortet die Beratung und Umsetzung von Projekten in der Marketing- und Unternehmenskommunikation. Michael Harms war in Redaktionen, im Marketing und in der Unternehmens- kommunikation von mittelständischen und großen Unternehmen tätig, bevor er als Kommunikationsberater auf die Agenturseite wechselte.

"Bei allen Kommunikationsmaßnahmen darf die Zielgruppe nicht aus den Augen verloren werden. Eine Kampagne kann noch so kreativ sein, wenn sie nicht den Nerv der Zielgruppe trifft, erreicht sie ihr Ziel nicht. Kommunikation ist kein Selbstzweck, sondern verfolgt klare Ziele. Wir suchen stets nach dem effizientesten Weg, den Zielkunden mit der richtigen Botschaft zu erreichen - unabhängig davon, ob wir uns in den neuen oder klassischen Medien bewegen."

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