Der Mitarbeiter ist die Zielgruppe

27.03.2009, veröffentlicht von Michael Harms, in Interne Kommunikation / Unternehmenskommunikation

Der Mitarbeiter ist in der internen Kommunikation die Zielgruppe, die erreicht werden muss. Im Marketing wird Marktforschung betrieben, um mehr über die Zielgruppe zu erfahren und sie somit besser ansprechen zu können. Dasselbe gilt für die interne Kommunikation, wenn ich als Unternehmen über die einfache Information der Mitarbeiter hinauskommen möchte. In der internen Kommunikation liegen Wertschöpfungspotenziale, die noch nicht realisiert wurden.

Die Unternehmen haben sich in den letzten ca. 15 Jahren mit beispielsweise der Optimierung von Wertschöpfungsketten in der Produktion, der Logistik und im Finanzwesen beschäftigt (ist mittlerweile zu einem steten Prozess geworden). Seit einigen Jahren ist der Innovationsprozess stark in den Fokus gerückt, dass heißt, wie optimiere ich als Unternehmen meine Ideenfindung zu neuen Produkten und Dienstleistungen sowie deren frühzeitige Erkennung von Kommerzialisierungspotenzialen. Dazu wird das strategische Marketing, die Trend- und Konsumentenforschung und das so genannte Knowledge-Management immer wichtiger, aber auch der Mitarbeiter. In diesem Optimierungsprozess gilt es auch die kreativen Mitarbeiter eines Unternehmens zu identifizieren und diese sitzen nicht zwangsläufig dort, wo sie vermutet werden. Das Potenzial der Mitarbeiter ist ein sehr wichtiges Wertschöpfungspotenzial. Der Mensch ist ganzheitlich zu betrachten. Daraus können sehr positive Effekte für das Unternehmen sowie für die Mitarbeiter resultieren.

In einer “ernst gemeinten” internen Kommunikation geht es unter anderem darum, die Themen der Mitarbeiter aufzunehmen und sich konstruktiv mit Ihnen auseinander zu setzen. Eine reine Top-Down-Kommunikation ist höchstens informativ für den Mitarbeiter, wenn überhaupt die Bereitschaft der Geschäftsführung zu entsprechenden Inhalten besteht. Das eigentliche Potenzial liegt in der bidirektionalen Kommunikation und die ist insbesondere durch die - ob nun neu oder bereits für Technologie-Freaks völlig veraltet ist dabei egal - Web 2.0-Technologie kosteneffizient zu gestalten. Web 2.0 steht für den so genannten “user-generated” Content. Der User, im Übertrag auf das Unternehmen also der Mitarbeiter, kann sehr einfach selbst Inhalte generieren und diese teilen. Er benötigt dazu auch keine Kenntnisse von Content Management Systemen, sondern hat i.d.R. sich selbst erklärende, komfortable Eingabemöglichkeiten in seinem gewohnten Browserumfeld. So kann ein Dialog zu diversen Themen entstehen.

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Autoren
 Michael Harms | Beratung & Konzeption

Der studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler verantwortet die Beratung und Umsetzung von Projekten in der Marketing- und Unternehmenskommunikation. Michael Harms war in Redaktionen, im Marketing und in der Unternehmens- kommunikation von mittelständischen und großen Unternehmen tätig, bevor er als Kommunikationsberater auf die Agenturseite wechselte.

"Bei allen Kommunikationsmaßnahmen darf die Zielgruppe nicht aus den Augen verloren werden. Eine Kampagne kann noch so kreativ sein, wenn sie nicht den Nerv der Zielgruppe trifft, erreicht sie ihr Ziel nicht. Kommunikation ist kein Selbstzweck, sondern verfolgt klare Ziele. Wir suchen stets nach dem effizientesten Weg, den Zielkunden mit der richtigen Botschaft zu erreichen - unabhängig davon, ob wir uns in den neuen oder klassischen Medien bewegen."

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