Interne Kommunikation, das Schmiermittel der Mitarbeiter-Motivation

15.03.2009, veröffentlicht von Michael Harms, in Unternehmenskommunikation

Volkswirte sprechen bei der Inflation von einem Schmiermittel der Konjunktur - dies erfreut nicht jedermann und ist auch unter ihnen nicht unumstritten, aber ökonomisch betrachtet ist es zumindest teilweise nachvollziehbar. Ökonomisch sollten wir auch die interne Kommunikation betrachten, wenn wir als Leiter oder Mitarbeiter in der Unternehmenskommunikation oder als externer Berater mit den Geschäftsleitungen von Unternehmen reden und Ihnen versuchen zu erklären, warum sie Geld und Zeit in die interne Kommunikation investieren sollen.

Ökonomisch auf einen vereinfachten Punkt gebracht: Interne Kommunikation ist das Schmiermittel der Mitarbeiter-Motivation. Und eine hohe Motivation führt zu niedrigen Kosten durch einen niedrigeren Krankenstand und zu einer höheren Produktivität. Unternehmen, die mit einer Balanced Scorecard arbeiten, können die positiven Einflüsse der internen Kommunikation auf die Motivation messen. Kann es sich ein Unternehmen heutzutage angesichts des globalen Wettbewerbs und des daraus resultierenden gewaltigen Kosten- und Margendrucks überhaupt noch leisten, das Potenzial der internen Kommunikation zu vernachlässigen? Ich behaupte: Eindeutig nein!

Internationale Konzerne und große Mittelständische Unternehmen haben mit der Unternehmenskommunikation eigene Abteilungen, die sich um die interne Kommunikation kümmern. Sie betreuen in der Regel den unternehmens-internen Webauftritt (oftmals Intranet genannt), kümmern sich um das Mitarbeitermagazin und interne Veranstaltungen. Aber nicht in vielen Unternehmen werden alle für sie sinnvollen Instrumente der internen Kommunikation genutzt. Das ist verschenktes Potenzial!

Und sie stehen vor einem entscheidenden Problem. Sie haben längst nicht die Kommunikationsbudgets zur Verfügung wie das Marketing, da jeder Vorstandsvorsitzende oder Unternehmer den monetären Nutzen des Marketings direkt sieht. Aber die interne Kommunikation steht vor den gleichen Herausforderungen wie das Marketing: Sie muss mit ihren Botschaften ihre Zielgruppe erreichen!

Keine Zielgruppe der Welt ist so heterogen hinsichtlich Alter, Bildungsstand, Interessen, Bedürfnissen etc. wie die Mitarbeiterschaft eines Unternehmens - insbesondere die eines internationalen Unternehmens! Eine Lösung ist der Partizipationsansatz. Moderne Web 2.0 Technologien können optimal zur internen Kommunikation eingesetzt werden. Internationale Konzerne aber auch mittelständische Unternehmen nutzen diese bereits, aber es gibt noch so viele Unternehmen, die die Chancen noch nicht erkannt haben. Mit Web 2.0 Technologien werden neben dem in den meisten Unternehmen praktizierten Top-Down-Kommunikationsansatz auch ein Bottom-Up- sowie ein In-Between-Kommunikationsansatz ermöglicht.

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Autoren
 Michael Harms | Beratung & Konzeption

Der studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler verantwortet die Beratung und Umsetzung von Projekten in der Marketing- und Unternehmenskommunikation. Michael Harms war in Redaktionen, im Marketing und in der Unternehmens- kommunikation von mittelständischen und großen Unternehmen tätig, bevor er als Kommunikationsberater auf die Agenturseite wechselte.

"Bei allen Kommunikationsmaßnahmen darf die Zielgruppe nicht aus den Augen verloren werden. Eine Kampagne kann noch so kreativ sein, wenn sie nicht den Nerv der Zielgruppe trifft, erreicht sie ihr Ziel nicht. Kommunikation ist kein Selbstzweck, sondern verfolgt klare Ziele. Wir suchen stets nach dem effizientesten Weg, den Zielkunden mit der richtigen Botschaft zu erreichen - unabhängig davon, ob wir uns in den neuen oder klassischen Medien bewegen."

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